Spielräume - Projektbeispiele


Naturnahe Freiflächen einer Kindertagesstätte

Kindergarten St. Franziskus, Gemeinde Egweil

Von der Konzeptplanung bis zur Bauausführung wird die Umgestaltung der Außenanlagen zum vielfältigen ErlebnisRaum für den Kindergarten- und Krippenbereich partizipativ mit den Kindern, Eltern, dem Kindergartenteam und dem Bauhof umgesetzt. Mit im Team ist auch Naturpädagoge und-gärtner Hartmut Rieck.

Sukzessive sollen die einzelnen Spielbereiche gestaltet werden. Nach einer fachlichen Priorisierung, was für Funktion und Sicherheit sofort erforderlich ist, konnten die Kinder wählen, welche Spielbereiche als erstes in Angriff genommen werden.


So wurden bei einem Projekttag im Mai 2019 mit einem tatkräftigen und motivierten Team aus Mamas, Papas, Geschwistern, Erzieherinnen und Naturgärtner von die ersten heimischen Sträucher und Stauden für die Eingrünung des Krippengartens gepflanzt, und Baumstämme aus der nahe gelegenen Donauaue als Einfassung, Sitzgelegenheit und Kletterelement eingebaut.

                                                                                                                                

Vor dem Bau einer Bobbycar-Rennstrecke durften die Kinder mit ihren Fahrzeugen die "Idealwege" testen, nach der die Streckenführung vor Ort abgesteckt wurde. Mit überwiegend schon vorhandenem Material, wie Restposten an Gehwegplatten und Plastersteinen und Platz für "Straßenbegleitgrün" in Form von naturnahen Pflanzflächen auf magerm Substrat konnten Materialkosten gespart und Ressourcen geschont werden. Bei der Bepflanzung waren wieder Eltern und Kinder tatkräftig mit dabei und schon konnten die Kinder ihre neue Rennstrecke erobern.                                                                                                                                                

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Nutzungskonzept für die Außenanlagen eines Kindergartens 

Kinderhaus Pusteblume, Gemeinde Großkarolinenfeld

Bei der Grundlagenermittlung und Bestandsaufnahme wurde das Gelände aufgemessen, die Spielräume, Spieleinrichtungen und die Vegetation kartiert. Die aktuellen Nutzungsstrukturen und vorhandene Potenziale und Konflikte wurden in einem Bestandsplan dargestellt.

Nicht nur auf dem Papier wurde gearbeitet - die Kinder konnten mit bunten Bällen als "Stimmzettel" ihre Lieblingsspielbereiche wählen. Ihre natürliche Kompetenz, das Schöpfen und Gestalten von neuen Spielsituationen im Rahmen der gegebenen Strukturen, wurde von Anfang an in die Planung einbezogen.

Das gesamte Gelände ist in einzelne Spielräume mit unterschiedlichen Funktionen gegliedert:
              - Bauen und Gestalten,
              - Bewegung, Klettern, Rennen,
              - Ruhe und Verstecken,

              - Naturspielräume, Sinneserfahrung - sehen, fühlen, riechen

Die Naturspielräume haben einen besonderen Stellenwert und zählen ganz deutlich zu den am liebsten genutzten Spielbereichen der Kinder aller Altersstufen. Die unstrukturierten Flächen ohne klassische Spielgeräte regen die Kreativität der Kinder an und ermöglichen ihnen, ihre Fantasie auszuleben, selbst zu gestalten, umzugestalten, zu bauen. Hier werden aus Stecken Hütten gebaut, Steinpyramiden errichtet, geklettert, gegraben und geforscht.

Nach einer Bewertung der bestehenden Nutzungsstruktur, der Nutzungsintensität und Qualität der einzelnen Spielräume und Erarbeitung der Nutzungsziele ergab sich die im Konzeptplan dargestellte Raumgliederung. Bisher kaum genutzte Räume und vorhandene Spielräume werden durch geeignete Maßnahmen entsprechend ihrer Funktion optimiert. Darüber hinaus ergaben sich Räume mit neuen Nutzungsfunktionen. Wie z.B. Kommunikationsräume, die mit Steinstufen, Bänken oder Baumstämmen als Sitzgelegenheiten als Versammlungsorte für die Kinder und für Feste angelegt werden können.  

Die erarbeiteten Maßnahmenvorschläge wurden im Hinblick auf eine sukzessive Umsetzung in einer Prioritätenliste geordnet.   

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NaturErlebnisRaum Kindergarten
Umgestaltung der Außenanlagen eines Kindergartens  

Spatzennest Tattenhausen

Für dieses vom Kindergartenteam initiierten und von allen Kindern und Eltern mitgetragene Projekt durfte ich die Konzeptplanung (Vorentwurf) erarbeiten und bei der Bauausführung und späteren Pflege mitwirken.

Bei dem Konzept wurde z.B. die bisher kaum genutzte Geländesituation mit einem kleinen, relativ steilen Hang aufgegriffen und zu einem spannenden und wilden Spielbereich umgestaltet. Hier wurden Terrassen mit unterschiedlichen Füllmaterialien angelegt, die zum sensorischen Spielerlebnis und freien Gestalten einladen. Über die Terrassen verläuft ein Wasserfall, der mit einer Schwengelpumpe in Betrieb genommen werden kann, zum sehr beliebten "Matschen" einlädt und zugleich die Zusammenarbeit beim Spielen fördert.

Nutzungsschwerpunkte der vielen Teilräume des Gartens, wie Bauen, Toben, Verstecken, Ausruhen, sind für die Kinder durch eine klare optische Gliederung der Flächen, z.B. durch unterschiedliche Bodenbeläge erkennbar. Durch die Verwendung vieler essbarer, duftender und attraktiver Wildflanzen können die Kinder die heimische Flora kennenlernen, und die blütenbesuchenden Tiere erforschen. Auch die Naschecken mit Beerensträuchern, Erdbeeren und Kräutern sind immer gut besucht.   


Ausgeführt wurde die Umgestaltung als Mitmachbaustelle, von der Firma Naturgartenbau, dem Bauhof der Gemeinde Großkarolinenfeld und vielen großen und kleinen fleißigen Helfern.

                                                                 

                                                                 




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