Naturnaher Privatgarten 

Projektablauf und Beispiele 

Planungsschritte

Unsere gemeinsame Arbeit beginnt mit einem ausgiebigen Rundgang durch Ihren (zukünftigen) Garten und mit dem Schreiben Ihres "Wunschzettels". Welche Elemente, Strukturen und Teilräume sollen erhalten oder neu gestaltet werden? Welche zeitlichen, materiellen und finanziellen Ressourcen wollen und können Sie in die Anlage und die spätere Pflege Ihres Gartens investieren? Auf dieser Grundlage kann die eigentliche Planung beginnen und Gartenräume entstehen, an denen Sie dauerhaft Freude haben werden. 
Der Bestandsaufnahme, die bei besonderer Topografie auch ein Höhenaufmaß umfassen kann, folgt die Vorplanung. In dieser ersten Planungsphase wird das Konzept erarbeitet. Darin skizziere ich unter Berücksichtigung aller wichtigen Raum bildenden Aspekte, wie Sichtachsen, Wegebeziehungen, Lichtverhältnisse, Relief usw. die dem jeweiligen Garten eigene, ganz individuelle "Ordnung". Dieses Raumkonzept ist wesentliche Grundlage der weiteren Gartenplanung, und genügt den schon erfahreneren Naturgärtnern oft bereits als Hilfestellung für´s Weitergestalten ihres Gartens. 

 

 

 

 


Für die Bereiche, die umgestaltet oder neu angelegt werden sollen, wird als gestalterische Verfeinerung des Konzeptes ein
Entwurfsplan erarbeitet. Dieser kann mit Ansichten und Schnitten ergänzt, oft bereits direkt umgesetzt werden.
Im Rahmen der Entwurfsplanung wird auch eine erste Kostenschätzung erarbeitet, in der die Kosten für Material, Maschinen- und Arbeitsstunden für alle Baubereiche zusammengestellt werden. 
Sollen die Arbeiten von einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb, oder auch von vielen Helfern im Rahmen eines Selbstbauprojektes ausgeführt werden, ist es sinnvoll, eine Ausführungsplanung mit genauen Material- und Maßangaben zu erarbeiten. Zur Einholung von mehreren Angeboten wird außerdem ein Leistungsverzeichnis, also eine detaillierte textliche Beschreibung erstellt.    
 

 

Bauausführung

So individuell verschieden jede einzelne Baustelle ist, so vielfältig sind auch die Wünsche und Möglichkeiten bei der Umsetzung. Familien und Gruppen können oft viele Arbeiten in Eigenleistung, z.B. auch im Rahmen von Selbstbau-Workshops durchführen.  

Möchten Sie die Ausführung durch eine Fachfirma erledigen lassen, übernehme ich gerne für Sie die Bauleitung, um den Bauablauf anhand der Pläne und des Leistungsverzeichnisses intensiv zu begleiten und abzustimmen.

Pflege

Die neu gestalteten Flächen sollen sich in den ersten 2-3 Jahren entwickeln (Entwicklungspflege) und danach in ihrer Artenvielfalt erhalten (Unterhaltungspflege) und eventuell weiter gestaltet werden. Bei naturnahen Flächen spielt die Dynamik, der Standort und die individuellen Vorlieben der Nutzer eine große Rolle. Vielleicht ist es am Anfang noch schwer, zu entscheiden, was denn ein "Unkraut" ist, welche Pflanzen wir in ihrer Entwicklung fördern und welche wir bremsen sollten. Doch grundsätzlich erfordern naturnahe Gärten einen geringeren Pflegeaufwand als klassische Ziergärten. Dafür zeichnet den Naturgärtner eine mit der Zeit wachsende Artenkenntnis der heimischen Flora und Fauna aus. 

Gerne unterstütze ich Sie bei der Pflege Ihres naturnahen Gartens.                                

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Erstberatungstermin

Wenn Sie zunächst mehr über die individuellen Möglichkeiten für Planungen und Gestaltungsmaßnahmen wissen möchten, besuche ich Sie gerne in Ihrem Garten. Dabei bekommen sie auch ein Ideen und Tipps für die naturnähere Gestaltung und Pflege Ihres Gartens. Ganz nach Ihren persönlichen Bedürfnissen und Wünschen.

Wenn Sie sich schon für eine Planung oder Gestaltungsmaßnahme für Ihren Garten entschieden haben sollten, können wir diesen Termin auch für eine erste Bestandsaufnahme nutzen.

Dauer:    in der Regel dauert dieser Termin mindestens 2,5 Stunden bis ca. 4 Stunden, je nach Bedarf

Kosten:    für den Erstberatungstermin in Ihrem Garten wird das Honorar nach Stundensatz berechnet,
            zzgl. Fahrtkosten von 0,40 €/km ab Dettendorf und zurück

Terminvereinbarung unter buero@naturgartenland.de oder

Tel.: 08067 8836069 oder 0162 3509922 bitte mit Name, Adresse und Telefonnummer

Garten-Coaching

Sie möchten mehr Vielfalt in Ihren Garten bringen und dabei Ihre Kräfte und Ressourcen effizient nutzen?
Beim Garten-Coaching zeige ich Ihnen, wann und wie Sie was tun - oder lassen - können, um den Garten zum Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze zu entwickeln.

Sie bestimmen, wie oft ich Sie zum Garten-Coaching in Ihrem Garten besuche. Ob zweimal jährlich, monatlich oder einmalig als Impulsgeber. Wir werden gemeinsam Garteln, beobachten, ökologische Zusammenhänge ergründen, pflanzen oder pflegen und dabei je nach Ihren individuellen Wünschen und Möglichkeiten Ihren ganz eigenen Weg zu mehr lebendiger Vielfalt im Garten gehen. 

Dauer:    nach Bedarf (mindestens 2,5 Stunden pro Termin, max. ca. 5 Stunden)

Kosten:   das Honorar wird nach Stundensatz berechnet, 
            zzgl. Fahrtkosten von 0,40 €/km ab Dettendorf und zurück

Fragen Sie nach Ihrem individuellen Angebot und Terminvereinbarungen unter buero@naturgartenland.de oder

Tel.: 08067 8836069 oder 0162 3509922 bitte mit Name, Adresse und Telefonnummer

Projektbeispiele

Konzeptplanung

Standortvielfalt im Hausgarten
Privatgarten in Neufahrn

Der alte, schön eingewachsene und durch große Obstbäume strukturierte Garten soll nach und nach mit heimischen Pflanzen vielfältiger und strukturreicher werden - und das mit Konzept. 
Die Darstellung der vorhandenen Lichtverhältnisse und Bodenbedingungen zeigt ein Mosaik aus verschiedenen Standorten, die als Grundlage für die Gestaltung des Gartens dient. Mit einfachen Mitteln, vor Ort verfügbaren oder leicht aufzutreibenden Materialien kann aus diesen vorhandenen Potenzialen eine große Vielfalt an verschiedenen Strukturen und Lebensstätten für Tiere und Pflanzen geschafften werden.
 

Von der mageren Blumenwiese und dem Kiesbeet mit Trockenmauer, über verschiedene Saumgesellschaften, schattige Wald- und Waldrandzone mit Totholz- und Laubhaufen, Hochstauden-Saum bis zur feuchten Sickermulde und dem Naturteich sind hier alle Standorte möglich. Auch alle Funktionsflächen wie Stellplätze, Wege, Traufstreifen und Müllhäuschen werden durch versickerungsfähige Beläge und Begrünung zu Lebensräumen. Und so finden hier in Zukunft viele Wildpflanzen ihren Lieblingsplatz und viele Falter, Bienen, Käfer und Vögel werden ihnen, zur Freude der Gartenbesitzer, folgen.

Naturgarten-Neuanlage

Der moderne Naturgarten
Familiengarten in Hohenlinden

Nach der Modernisierung der Doppelhaushälfte aus den 1970er Jahren soll der Garten passend zum Haus modern, teils formal mit geraden Linien, aber naturnah, mit möglichst viel Lebensraum für Tiere und Wildpflanzen angelegt werden.

So entstanden im Vorgarten Wege und Funktionsflächen ohne Schörkel, jedoch in naturnaher Bauweise: besiedelbare breite Fugen, die Verbindung von Betonplatten mit gebrauchtem Granitpflaster, Zaun und Müllhäuschen aus Lärchenholz und mit Begrünung aller vorhandenen Restflächen, inklusive Stellplatz, Müllhäuschendach, Zaun und Garagenwand mit heimischen Wildpflanzen aus biologischer Anzucht.


Im "eigentlichen" Garten lösen sich die formalen Linien langsam auf und gehen über in immer offenere und organische Formen, bis hin zur Wilden Ecke mit Holz- und Steinhaufen, Rohbodenfläche und Benjeszaun. Dabei setzt Naturgärtner Stefan Ruoff die Planerin-Idee, möglichst alle vor Ort vorhandenen Materialien, von Lesesteinen und Holz bis Kies und Unterboden wieder zu verwenden, akribisch und mit Gespür um. Bis hin zur Recycling-Trockenmauer - beim Bau gleich bepflanzt mit Zimbelkraut und Co. und schon nach kurzer Zeit schön vielfältig.

Bei der Bepflanzung mit heimischem Wildobst (z.T. in gartentauglichen, kleinbleibenen Sorten), Beerensträuchern und heimischen Wildstauden war Vielfalt das Motto. Wie jeder Garten bietet auch dieser Familiengarten viele verschiedene Standorte, von trocken bis frisch, von sonnig bis schattig, von mager bis nährstoffreich, und passend zu jedem einzelnen Standort wurden Stauden gepflanzt und angesät - das spart nicht nur Kosten, sondern bringt auch auf einfache Weise eine möglichst große Artenvielfalt in den Garten.

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Naturnahe Gartenumgestaltung

Der essbare Naturgarten
Hausgarten in Feldkirchen-Westerham

Dieser Garten soll lebendig sein, und essbar. Denn seine Besitzer schätzen die heimische Pflanzenvielfalt, im Garten und in der Küche. Auch wenn sie nicht mit so üppigen, grellen Blüten daherkommt, wie in den Nachbargärten.

Mit großen Kieseln aus den umliegenden Feldern, etwa einer Tonne Kies und Mineralgemisch, einigen Säcken Kompost und torffreier Erde, etwa 50 heimischen, essbaren Wildstauden und ein paar Händen voll Saatgut wurde ein Würz- und Duftkräuterbeet neu angelegt und die vorhandenen Pflanzflächen mit zum Standort passenden Pflanzen "aufgemischt". Waldmeister, Mädesüß, Frauenmantel, Bärlauch im schattigeren Gartenteil, Bergminze, Salbei, Schafgarbe, Odermennig und Co. im sonnigen. Und aus dem ehemaligen Rasen wird die Blumenrasenansaat mit etwas Geduld einen bunteren Fleck zaubern.

Pflanzplanung

Auch wenn nicht gleich der gesamte Garten neu und naturnah gestaltet werden soll, lässt sich eine bunte Vielfalt heimischer Pflanzen und naturnaher, insektenfreundlicher Sorten schaffen. Jeder Quadratmeter zählt!
Mit Hilfe eines Pflanzplanes, der sich am vorhandenen Standort und den natürlichen Vergesellschaftungen der Wildpflanzen orientiert, können Sie kleine und größere Teilflächen Ihre Gartens in attraktive Flecken Erde verwandeln, auf denen das ganze Jahr etwas für die Tiere und für´s Auge geboten ist.

Jeder Quadratmeter zählt! Sonniger Blumensaum an der Hauswand

Familiengarten in Schechen 

Für die ca. vier Meter lange und gut einen Meter breite, trockene Kiesfläche an der Hausmauer, direkt neben dem Eingang wurde aus attraktiven heimischen Stauden und Frühjahrsblühern ein Blumensaum in gelben und blauen Farbtönen gestaltet. Als Leitstaude wird hier eine zweijährige Königskerze (Verbascum densiflorum) verwendet, die sich im Garten jedes Jahr an anderer Stelle neu ansäen darf. Färberkamille (Anthemis tinctoria) und Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) bilden das Staudengerüst, das durch Johanniskraut (Hypericum perforatum) und Thymian (Thymus pulegioides) und einer Ansaat mit Lein (Linum perenne) gefüllt wird. Ausbreitung erwünscht! Über die Fläche verteilen sich als Frühjahrsblüher noch Leberblümchen (Hepatica nobilis), Gekielter Lauch (Allium carniatum) und Traubenhyazinthe (Muscari botryoides). Steine und Totholz bieten Unterschlupf für Hummel, Käfer und Co., und in der Umrandung aus Steinen gruppieren sich außerdem Hauswurz (Sempervivum) und Mauerpfeffer (Sedum).

Von der unansehnlichen Grundstücksecke zum Lieblingsplatz

Schattengarten mit Sitzplatz
Hausgarten bei Valley

Im Rahmen einer Gartenberatung zeigte sich schnell das Potenzial der bislang ungeliebten, schattigen Grundstücksecke zum Lieblings-platzerl der Gartenbesitzer werden zu können. 

Zwischen einer Hundsrose und einer Kornelkirsche an den halbschattigen Rändern können Geißblatt, Waldrebe und Geißbart den Hintergrund für weitere heimische Waldstauden bilden. Akelei, Christrose, Eisenhut, Wald-Storchschnabel, Wurmfarn, Beinwell, Nachtviole und Mädesüß, im Vordergrund Lungenkraut, Immergrün und Waldmeister, bilden die Einrahmung für einen heimeligen Sitzplatz. Die Abschlüsse zur Wiese hin sind die bereits vorhandenen Obstbäumchen. Den Übergang zum Gemüsegarten bildet entlang einer alten Baumreihe aus Eschen und Ahorn ein essbarer "Waldrand" aus Himbeer- und Stachelbeersträuchern, Brombeere, Rhabarber, Bärlauch, Minze und Wald-Erdbeeren.       

Naturnahe Umgestaltung

Pflegeleichter Reihenhausgarten für die Sinne
Seniorengarten in Kirchheim b. München

Der kleine Garten in einer Wohnanlage wurde vor über 20 Jahren bereits naturnah angelegt. Aufgrund des inzwischen hohen Alters seiner Besitzer konnte der Garten seit einigen Jahren kaum noch gepflegt werden. Dadurch haben sich konkurrenzstarke Pflanzen wie z.B. Efeu sehr stark ausgebreitet. Durch wenige Eingriffe wurde der Garten so umgestaltet, dass künftig nur ein geringer Pflegeaufwand nötig ist und es das ganze Jahr über Blühaspekte gibt. Der Efeu entlang des Zauns wurde vollständig entfernt und durch eine schwachwüchsige, naturnahe Kletterrose (Rosa moschata "Robin Hood") ersetzt, die sich auch ohne regelmäßigen Schnitt gut entwickelt, Pollen für Blütenbesucher und Hagebutten für Vögel bietet, und mit ihrer bis in den Herbst andauernden Blühfreude und ihrem Duft auch ihre Besitzer erfreut. Beete mit Poster bildenden Stauden wie Frauenmantel, Christrose und Farnen, dazu Beerensträucher und unzählige Frühjahrsblüher rahmen in organisch fließenden Linien eine kleine Blumenrasenfläche ein und lösen so die strenge äußere Form der Gartenanlage auf. Eine Wohltat für´s Gemüt! Auf der Terrasse ist Platz für einen Topfgarten, der auch vom Rollstuhl aus bzw. sitzend bearbeitet werden kann, als Aussichtsplatz für Vogelbeobachtungen dient und im Sommer von duftendem, von Bienen umschwirrtem Thymian, Oregano und Salbei, und rankenden Gurken- und Bohnenpflanzen umgeben ist. 
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